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Schneider auf dem Weg zurück in die deutsche Elite
Sascha Schneider, der Ende August schwer stürzte und sich dabei 3 Wirbel gebrochen hatte, ist auf dem Weg der Besserung. Der Cross-Spezialist, der diesen Winter durch die Verletzung keine Querfeldeinrennen bestreiten kann, bereitet sich in der Sport ReHa Klinik in Bad Zurzach CH auf die kommende Saison vor. „Es ist sehr mühsam nach 6 Wochen kein Sport wieder anzufangen, aber ich bin motiviert um nächstes Jahr richtig durchzustarten“ so Schneider. Durch den Sturz und zahlreichem Rennpech steigt Schneider Ende Jahr wieder in die unterste Amateurklasse ab. Schneiders Ziel für nächstes Jahr ist der Wiederaufstiegt und Siege.   

Schneider mit sehr viel Glück !
Am Sonntag, den 22.8.2010 lud der TV Schmieden zu BaWü-Bergmeisterschaft in Fellbach-Stuttgart ein. Für dieses Rennen hatte auch Sascha Schneider gemeldet, um sich perfekt für die kommende Cross-Saison vorzubereiten. Nach 7 von 15 Runden kam direkt vor ihm ein Fahrer bei der Abfahrt zu Fall. Sascha Schneider konnte nicht mehr ausweichen und flog mit großer Geschwindigkeit über den gestürzten Fahrer. Er landete an einem Betonpfahl in einer Rebanlage. Spanndraht und Rebstöcke waren ebenfalls ein Hindernis. „ Es ging so schnell, ich konnte einfach nichts mehr machen“, so Schneider. „Ich merkte sofort, dass etwas mit meiner Wirbelsäule nicht mehr stimmte“. Sascha Schneider kam mit dem Rettungswagen nach Waiblingen in das Kreiskrankenhaus. Sofort wurden Röntgenaufnahmen und ein CT gemacht. Dabei stellte sich heraus, dass 3 Wirbel gebrochen waren. Es erhärtete sich der Verdacht, dass ein Wirbel auf der Rückseite gebrochen war, d.h. große Gefahr für eine Querschnittslähmung. Daraufhin wurde Sascha Schneider noch in der Nacht nach Markgröningen bei Ludwigsburg in eine Spezialklinik für Wirbelsäulen gebracht.
Am Montag, den 23.8.2010 wurden dann weitere Röntgenbilder und CTs angefertigt. Der Verdacht, dass der Bruch auf der Rückseite war, bestätigte sich nicht. Sascha Schneider muss vorerst nicht operiert werden.
An den kommenden Tagen wurden dann Gipsabdrücke gemacht und ein Korsett angefertigt. Dieses muss er nun in den nächsten 6 Wochen tragen. Alle 2 Wochen wir in Markgröningen der Heilungsprozess überprüft.
Wann der Radcrosser wieder auf das Rad steigen kann, ist noch nicht absehbar. Die kommende Cross-Saison kann er sicherlich abhaken, was sehr enttäuschend für ihn ist. „Ich habe mir für diesen Winter sehr hohe Ziele gesetzt“ so Sascha sichtlich ernüchternd.

  

Schneider im Pech
Bei fast irregulären Bedingungen hatte der Radcrosser vom Hochrhein bei den Deutschen Meisterschaften in Magstadt das Glück nicht auf seiner Seite. Neuschnee von 25 cm und eine nicht geräumte Strecke verlangte von den Fahrern eine äusserste Konzentration. Fahrer mit guter Technik hatten Ihren Vorteil.
Auf Startplatz 12 in das Rennen gehend konnte Schneider sich am Anfang bis auf Platz 10 vorarbeiten. Bei Mitte des Rennens fiel er jedoch wieder auf Platz 12 zurück. Als er dann den Angriff auf Platz 10 startete stürzte er in einem steilen Abfahrtstück und musste mit defektem Rad ins Depot laufen. Auf Rang 17 wieder ins Rennen gehend, konnte er noch 2 Plätze gutmachen und belegte am Ende den 15. Platz.
Erfreuen konnte sich Schneider wenigstens nach dem Rennen über einige Fans, die extra angereist waren.
  

Einzelkämpfer auf dünnen Reifen
Eine Stallorder gibt es beim Radcross nicht. Teamarbeit wie im Straßenradsport auch nicht. Der „Radcrosser“ ist ein Einzelkämpfer. Allein muss er sich im Gelände beweisen. So wie Sascha Schneider vom VBC Waldshut-Tiengen.
Der 22-Jährige aus Hohentengen bereitet sich seit Wochen und Monaten auf seinen Saisonhöhepunkt vor: Am Sonntag startet er erstmals bei Deutschen Meisterschaften im Radcross bei den „Großen“ und nicht in der U 23-Kategorie.
Sascha Schneider wird dieses Jahr zwar erst 23, doch bei den Radcrossern gelten andere Regeln. Da müssen diejenigen Fahrer, die im laufenden Jahr 23 werden, bereits im Rennen der Elite ran. Und in der Elite-Klasse sind Amateure und Profis vereint. Schneider, der ohne Team fährt und nicht zu den Profis zählt, muss sich da also richtig beweisen.
Dafür hat der Hohentengener fast ein bisschen Heimvorteil gegenüber einigen Konkurrenten. Die nationalen Titelkämpfe finden nämlich im Schwabenland – in Magstadt – statt. Und die Strecke kommt ihm auch entgegen. „Sehr steile Steigungen und viele technisch abspruchsvolle Abfahrten – das mag ich“, sagt Schneider, und setzt sich gleich ein großes Ziel: „Ich will unter die besten Zehn.“
Radcross, was ist denn das genau? Früher hieß diese Radsport-Disziplin Querfeldeinfahren. Einfach ausgedrückt: eine Fahrt im Gelände wie beim Mountainbike, aber auf den schmalen Reifen wie bei einem Rennrad. Wenn's gar nicht mehr auf dem Rad geht, schultern die Cross-Fahrer ihr Rad und absolvieren den Parcours auf vielen Passagen im Laufschritt.
Sascha Schneider wird während der Saison von Thomas Maier, Trainer beim VBC Waldshut-Tiengen, betreut. Dieser hat ihm bei seiner Vorbereitung auf die Deutschen Meisterschaften auch den letzten Schliff verpasst. „Die Resultate waren in Ordnung, die Form stimmt. Ich bin fit für Magstadt“, ist Schneider optimistisch.<
  

Schneider beim Deutschland-Cup im Saarland
Bei einer Doppelveranstaltung des Deutschland-Cups in Schmelz und Homburg belegte der Radcrosser aus Hohentengen die Plätze 5 und 8.
Am Samstag stand das Rennen in Schmelz auf dem Programm. Schnell bildete sich eine Spitzengruppe von 6 Fahrern, in der sich auch Sascha Schneider befand. Seine Taktik, diese Gruppe zu sprengen ging jedoch nicht ganz auf. Lediglich ein Fahrer konnte das hohe Tempo nicht mehr mitgehen. Gegen Ende des Rennens rutsche er auf dem aufgeweichten Rundkurs zweimal bei einem Aufstieg weg und konnte sich so nur noch den 5. Platz erkämpfen. „Es wäre noch mehr drin gewesen“ war sein Kommentar.
Am Sonntag in Homburg lag dann 5 cm Schnee und die Strecke war nach mehreren vorangegangenen Jugendrennen total aufgeweicht.
Sofort nach dem Start bildete sich eine 6-köpfige Spitzengruppe in der sich ebenfalls Sascha Schneider befand. Danach setzen sich 2 Fahrer ab. Bis zur Hälfte des Rennens konnte Sascha Schneider den 6. Platz halten. Danach wurde er noch von 2 Fahrern eingeholt und belegte am Ende den 8. Platz.
Ein alles in allem recht erfolgreiches Wochenende für den Radcrosser vom VBC-Waldshut-Tiengen.

Video und Fernsehebeiträge:


http://sr-mediathek.sr-online.de/beitrag.php?id=936

http://www.youtube.com/watch?v=8sysOcFrIIc

http://sr-mediathek.sr-online.de/
  
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